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Workshop: Future of Business Education in the Age of AI

Workshop: Future of Business Education in the Age of AI

Gruppe von Studierenden und Lehrenden steht auf einer Treppe in einem modernen Gebäude der Universität Liechtenstein, lächelnd in die Kamera. Im Hintergrund sind Bildschirme und eine Steinwand zu sehen.

Am 15. Januar 2025 fand an der Universität Liechtenstein ein Workshop zum Thema «The Future of Business Education in the Age of AI» auf Einladung von Assoz. Prof. Dr. Benjamin van Giffen, Assoziierter Professor für Wirtschaftsinformatik und digitale Innovation, in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Jan vom Brocke, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität Münster und Direktor des European Research Center for Information Systems (ERCIS) sowie Gastprofessor an der Universität Liechtenstein, statt.

 

Rund 15 Studierende der Universität Münster und des Hasso-Plattner-Instituts (Potsdam) sowie Lehrende der Universität Liechtenstein fanden bei dieser Veranstaltung zu einem angeregten Austausch zusammen. Die Studierenden hatten die Möglichkeit, mit Prof. Dr. Jan vom Brocke, Assoz. Prof. Dr. Benjamin van Giffen, Dr. Michael Gau, Senior Scientist mit Schwerpunkt auf KI-basiertem Design und Innovation, und Dr. Bernd Schenk, Akademischer Leiter des Programms Bachelor of Business Administration, in Diskussion zu treten und dadurch gemeinsam wichtige Erkenntnisse zu erlangen.

 

Die Schwerpunkte der angeregten Diskussion lagen bei aktuellen Themen wie dem Einfluss von KI auf das akademische und persönliche Leben der Studierenden, den erforderlichen Fähigkeiten für eine KI-gesteuerte Zukunft wie kritisches Denken, Ethik, Führungsqualitäten und technische KI-Kompetenzen, sowie der Frage, wie Universitäten die Vermittlung technischer KI-Fähigkeiten mit den genannten erforderlichen Fähigkeiten in Einklang bringen können. Weiters wurde die Rolle der Lehrkräfte bei der Unterstützung personalisierter, KI-gesteuerter und individuell angepasster Lernerfahrungen als auch der Einsatz von KI in Lehr- und Lernaktivitäten und daraus resultierende Auswirkungen auf die Lernergebnisse hinterfragt.

 

Hieraus formten sich wichtige Erkenntnisse wie den Veränderungen in der Beziehung zwischen Studierenden als Lernende und Lehrenden als Lehrende sowie der Betonung der traditionellen persönlichen Interaktion und innovativ gesteuerter KI-Ansätze. Die Grundwerte in der Bildung wie der Bedeutung von kritischem Denken, Ethik und Führungsqualitäten bleiben nach wie vor auch in einer hochtechnisierten Lernumgebung von grösster Bedeutung. Von grossem Vorteil sind die didaktischen Innovationen, dass Studierende und Lehrende die Möglichkeit zur Weiterentwicklung von Lehrmethoden identifizieren können, um KI-Tools zu integrieren und gleichzeitig das persönliche Engagement beim Lernen zu erhalten.

Gruppe von Studierenden und Lehrenden steht auf einer Treppe in einem modernen Gebäude der Universität Liechtenstein, lächelnd in die Kamera. Im Hintergrund sind Bildschirme und eine Steinwand zu sehen.

Nachhaltige Besteuerung – Kasem Zotkajs Forschung beleuchtet ein hochaktuelles Thema

Nachhaltige Besteuerung – Kasem Zotkajs Forschung beleuchtet ein hochaktuelles Thema

Die Verknüpfung von Nachhaltigkeit und Besteuerung rückt zunehmend in den Fokus von Forschung und Politik. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie Steuersysteme gerechter und ökologisch verträglicher gestaltet werden können, sondern auch darum, welchen Beitrag die Besteuerung zur Erreichung globaler Nachhaltigkeitsziele leisten kann.

 

Kasem Zotkaj, Doktorand an der Liechtenstein Business Law School, hat sich in seiner jüngsten Publikation, die im ABDC A-gerankten «eJournal of Tax Research» erschienen ist, genau diesen Fragen gewidmet. Seine Forschung trägt dazu bei, das Konzept der nachhaltigen Besteuerung zu klären und ihre Rolle in der nachhaltigen Entwicklung besser zu verstehen. Das Konzept der nachhaltigen Besteuerung ist noch relativ neu und wird bisher nur vage definiert. Laut Zotkajs Analyse besteht die Gefahr, dass es von moralischer Subjektivität geprägt wird, was sowohl Steuerzahler als auch politische Entscheidungsträger vor Herausforderungen stellt. Um dies zu verhindern, hat er eine konzeptionelle Analyse durchgeführt, um die grundlegenden Merkmale einer nachhaltigen Besteuerung zu identifizieren. Seine Arbeit zeigt, dass nachhaltige Besteuerung mehr bedeutet als nur die Erhebung von Einnahmen. Sie muss auch gezielt Verhaltensänderungen fördern und dazu beitragen, ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele in Einklang zu bringen.

 

Ein zentrales Thema der Forschung ist die Wechselwirkung zwischen Steuerpolitik und den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs). Diese Wechselwirkung lässt sich in zwei Dimensionen unterteilen:
Indirekte Unterstützung: Steuerpolitik kann die SDGs unterstützen, indem sie die inländische Ressourcenmobilisierung fördert. Dies bedeutet, dass durch effektive Steuersysteme mehr Mittel für Bildung, Gesundheitsversorgung oder Infrastruktur bereitgestellt werden können – alles wichtige Bausteine nachhaltiger Entwicklung.
Direkte Unterstützung: Eine direkte Verbindung besteht, wenn Steuergesetze so gestaltet werden, dass sie über die reine Einnahmenerzielung hinausgehen und gezielt regulatorische Ziele verfolgen. Beispiele dafür sind Umweltsteuern, die den CO₂-Ausstoss reduzieren, oder Steueranreize für nachhaltige Investitionen.
Diese beiden Dimensionen stehen im Einklang mit den Hauptzielen der Besteuerung: Einnahmen zu generieren und Verhaltensweisen zu steuern. Kasem Zotkajs Analyse hilft, diese Wechselwirkungen besser zu verstehen und zu bewerten, wie Steuerpolitik effektiv zur Nachhaltigkeit beitragen kann.

 

Die nachhaltige Besteuerung ist ein Thema, das alle betrifft – ob als Steuerzahler, Politiker oder Forscher. Kasem Zotkajs Arbeit zeigt, wie wichtig es ist, dieses Konzept klar zu definieren und gezielt in den Dienst der Nachhaltigkeit zu stellen. Seine Forschung ist ein wertvoller Beitrag zur Debatte über die Rolle der Steuerpolitik in einer sich wandelnden Welt.

 

Link: https://www.unsw.edu.au/content/dam/pdfs/business/acct-audit-tax/research-reports/ejournal-of-tax-research/2024-12-ejournal-tax-research-v22-n3/2024-12-eJTR-the-concept-of-sustainable-taxation-v22-n3.pdf

Drei spannende Einblicke in die Welt der KI und Digitalisierung

Drei spannende Einblicke in die Welt der KI und Digitalisierung

In den letzten Monaten haben Forscherinnen und Forscher der Universität mit ihren Vorträgen wegweisende Einblicke in die Herausforderungen und Chancen der Künstlichen Intelligenz (KI) sowie der Digitalisierung gegeben.

 

Diese Beiträge verdeutlichen, wie stark KI und innovative Technologien unser Leben und Arbeiten verändern – sei es durch Preisverhandlungen mit KI, die Analyse technologischer Trends oder die Förderung digitaler Kompetenzen vor Ort. Im Folgenden stellen wir die drei herausragenden Beiträge genauer vor.

 

 

Preisverhandlungen mit künstlicher Intelligenz: Chancen und Herausforderungen

 

Wie verhandelt künstliche Intelligenz wie ChatGPT mit Menschen? Eine Studie unter der Leitung von Johannes Schneider hat gezeigt, dass die KI manchmal Probleme mit der Argumentation hat, auf clevere Tricks (Prompt-Hacks) hereinfällt, aber auch eine typische Strategie der kleinen Zugeständnisse anwendet. Je nachdem, wie geschickt der menschliche Verhandlungspartner war, bot er sehr unterschiedliche Angebote an. Das bedeutet, dass es eine große Lücke gibt, wenn es darum geht, wie gut Menschen wissen, wie man mit KI effektiv «spricht». Die Arbeit wurde auf der 8th International Conference on Computer-Human Interaction Research and Applications (CHIRA) mit dem zweiten Platz für die beste Arbeit ausgezeichnet.

 

 

Neue Ansätze zur Vorhersage technologischer Trends durch Stellenanzeigen

 

Marie Scheuffele und Prof. Dr. Leo Brecht haben im Rahmen der ISPIM Innovation Conference 2024 in Tallinn präsentiert, wie am Beispiel von KI Online-Stellenanzeigen genutzt werden können, um technologische Konvergenz und Fusionen frühzeitig zu erkennen. Der Beitrag bietet einen Überblick über aktuelle Theorien zur technologischen Konvergenz und beschreibt eine stichwortbasierte Analyse von Stellenanzeigen. Ein innovativer Interpretationsansatz unterscheidet dabei zwischen Technologiefusion und -konvergenz. Diese Forschung soll Unternehmen und Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern helfen, sich besser auf technologische Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz vorzubereiten.

 

 

Digitalisierung hautnah erleben beim 3. Café Digital in Feldkirch

 

Am 20. November 2024 lockte das Montforthaus Feldkirch über 200 digitale Enthusiastinnen und Enthusiasten sprich Landesbedienstete aus Vorarlberg und aus Liechtenstein an. Ein Highlight war der  Vortrag von Prof. Johannes Schneider, der eindrucksvoll die Chancen und Risiken der Generativen KI beleuchtete, aber auch der Vortrag über Feldi – ein ChatBot Projekt der Stadt Feldkirch unter Leitung von Alexander Maurer.

Erasmus+-Projektstart «Crafting Clay – Exploring Circularity with Local Earth»

Erasmus+-Projektstart «Crafting Clay – Exploring Circularity with Local Earth»

Eine Gruppe von acht Personen steht vor einem grünen Hintergrund. Sie lächeln in die Kamera. Im Hintergrund hängt ein Banner mit der Aufschrift "Erasmus+ Neue Perspektiven, Neue Horizonte".

Das Projektkonsortium, bestehend aus vier europäischen Architekturschulen, traf sich an der Universität Liechtenstein zum Kick-off Meeting des von der AIBA mit 400.000 Euro geförderten und drei Jahre dauernden Erasmus+-Projekts «Crafting Clay – Exploring Circularity with Local Earth».

 

Das Projekt beschäftigt sich mit der Untersuchung von Lehm als Baumaterial, dessen traditionelle Anwendung in der Vergangenheit in Vergessenheit geraten ist. Mit modernen mechanischen Verfahren ist es nun möglich, Lehmtechniken in Kombination mit anderen Materialien herzustellen, die zuvor ausschliesslich von Hand erzeugt wurden. In diesem Zusammenhang werden bestehende technische und handwerkliche Traditionen und Aspekte des Lehmbaus betrachtet und analysiert, um von bestehenden Gebäuden zu lernen und Lehren für die Zukunft zu ziehen.
Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Notwendigkeit eines ressourcenschonenden Bauens ermöglicht dieses Themenfeld die Etablierung und Neudefinition von Alternativen im Bauwesen und bereichert damit langfristig den europäischen Diskurs über den intelligenten, nachhaltigen und ressourcenschonenden Einsatz von Materialien. Durch diese unterschiedlichen Ansätze in Kombination mit praktischem Fachwissen aus der Bauindustrie schafft das Projekt eine einzigartige und bereichernde Grundlage für neues Wissen im europäischen Kontext, sowohl in der akademischen Welt als auch für die Baupraxis.


Die vier an der Partnerschaft beteiligten Universitäten, Universität Liechtenstein, KU Leuven (BE), Academie van Bouwkunst (NL) und NTNU Trondheim (NO) greifen diese Thematik auf und diskutieren bzw. bewerten sie auf grundlegend unterschiedliche technische und kulturelle Weise. Koordiniert wird das dreijährige Projekt von Dr. Carmen Rist-Stadelmann und Prof. Urs Meister aus dem Fachbereich Handwerk & Struktur an der School of Architecture der Universität Liechtenstein. Die Ergebnisse werden nach Abschluss im Rahmen eines Symposiums, über die Websites der jeweiligen Partneruniversitäten sowie in einer Publikation im Park Books Verlag, Zürich, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Eine Gruppe von acht Personen steht vor einem grünen Hintergrund. Sie lächeln in die Kamera. Im Hintergrund hängt ein Banner mit der Aufschrift "Erasmus+ Neue Perspektiven, Neue Horizonte".

Bildung bauen

Bildung bauen

Alumna Isha Dhingra und PhD Student Daniel Haselsberger sind aktuell im indischen Bundesstaat Bihar, um eine bedeutende Initiative abzuschliessen: den Bau einer Schule, der im vorletzten Jahr begonnen wurde. Gemeinsam mit den Schulkindern und Dorfbewohner:innen verleihen sie dem Gebäude derzeit den finalen Schliff.

 

Mit ihrer Arbeit vor Ort möchten Isha und Daniel nicht nur eine Schule bauen, sondern auch Zugang zu Bildung schaffen – ein Schritt, der das Leben vieler Kinder und Familien nachhaltig verändern wird.

 

Dieses Projekt zeigt, wie viel durch Engagement und Zusammenarbeit möglich ist. Bildung schafft Zukunft – und hier entsteht sie gerade mit vereinten Kräften.

 

Mehr Infos zum Projekt: Eine Schule in Indien 

Auszeichnung beim Piranesi Award 2024

Auszeichnung beim Piranesi Award 2024

Modell eines architektonischen Projekts mit zwei Gebäuden, umgeben von kahlen Bäumen. Das linke Gebäude hat ein geneigtes Dach, während das rechte ein Flachdach aufweist. Kleine Figuren und Fußspuren sind auf dem Boden sichtbar, was eine menschliche Präsenz andeutet.

Der Piranesi Award, verliehen im Rahmen der Piran Days of Architecture, zählt zu den renommiertesten Architekturpreisen Mitteleuropas. Seit seiner Gründung werden jährlich herausragende Projekte von Studierenden und Architekt:innen aus ganz Europa ausgezeichnet. Ziel des Preises ist es, innovative architektonische Ideen zu fördern, die sich durch Qualität, Kontextsensibilität und visionäre Ansätze auszeichnen.

 

Die Liechtenstein School of Architecture freut sich, dass die Studierende Antonia Trager, mit einer Erwähnung ("Mention") beim Piranesi Award 2024 geehrt wurde. Ihr Projekt „La mucca podolica“, entwickelt unter der Betreuung von Alberto Alessi und Anna Lohs, überzeugte die internationale Jury durch seine Gestaltung und seinen innovativen Ansatz.

 

In diesem Jahr wurden insgesamt 39 Studierendenbeiträge aus 21 europäischen Architekturschulen eingereicht.

 

Wir gratulieren Antonia herzlich zu diesem herausragenden Erfolg.

 

Weitere Informationen zum Wettbewerb und zu den Preisträger:innen finden Sie auf der offiziellen Webseite: PIDA 2024.

Modell eines architektonischen Projekts mit zwei Gebäuden, umgeben von kahlen Bäumen. Das linke Gebäude hat ein geneigtes Dach, während das rechte ein Flachdach aufweist. Kleine Figuren und Fußspuren sind auf dem Boden sichtbar, was eine menschliche Präsenz andeutet.

Die jüngste Studienreise des Masterstudiengangs in Innovative Finance nach Singapur erweiterte das Blickfeld deutlich

Die jüngste Studienreise des Masterstudiengangs in Innovative Finance nach Singapur erweiterte das Blickfeld deutlich

Gruppe von Studierenden und Fachleuten in formeller Kleidung steht in der Lobby der VP Bank. Im Hintergrund ist das Logo der Bank sichtbar. Die Szene vermittelt eine professionelle und lernorientierte Atmosphäre.

In diesem Jahr erkundete der Studiengang Südostasien – eine Region, die ein rasantes Wirtschaftswachstum erlebt und eine zunehmend strategische Rolle im globalen Finanzwesen spielt. Diese Reise war mehr als nur eine akademische Exkursion, sie führte den Studierenden deutlich vor Augen, wie sich die Vermögensverwaltung und die Finanzlandschaft in Asien veränderte.

 

Während der gesamten Woche lernten die Studierenden führende Institutionen des Finanzsektors kennen. Von der Erkundung alternativer Anlagen bei der Alta Group über Markteinblicke bei CGS International Securities Singapore bis hin zum Kennenlernen beziehungsorientierter Strategien bei der VP Bank Asia und Blended-Finance-Lösungen bei LGT Private Banking – jede Veranstaltung bereicherte ihr Verständnis aus mehreren Blickwinkeln.

 

Ausserdem erhielten sie wertvolle Einblicke von Equanimity® (Blockchain) Holdings Pte. Ltd, Raffles Family Office, Julius Baer und Deutsche Bank, die aufzeigten, wie traditionelle und moderne Finanzen in Singapur zusammenwachsen. Der Besuch bei der Monetary Authority of Singapore (MAS) vermittelte einen umfassenden Überblick über die regulatorischen Rahmenbedingungen, digitale Währungsinitiativen und die finanzielle Transformation in der Region.

 

Bei Orbis Advisory, PwC Singapur und der SGX Group lernten die Studierenden die Elemente kennen, die Singapur zu einem globalen Finanzzentrum machen. Sie hatten auch die Ehre, von Honorarkonsul Gerald Ong und Mitgliedern der Schweizer Botschaft in Singapur empfangen zu werden, was die Bedeutung der Diplomatie im internationalen Finanzwesen unterstrich.

 

Jeder Besuch trug auf einzigartige Weise zum Wert der Studienreise bei und bot Einblicke, die das Wissen erweiterten und zum Nachdenken anregten.

Gruppe von Studierenden und Fachleuten in formeller Kleidung steht in der Lobby der VP Bank. Im Hintergrund ist das Logo der Bank sichtbar. Die Szene vermittelt eine professionelle und lernorientierte Atmosphäre.

Abschlussfeier des Zertifikatsstudiengangs Treuhandwesen

Abschlussfeier des Zertifikatsstudiengangs Treuhandwesen

Am 10. April 2025 verabschiedete die Universität Liechtenstein 29 Absolventinnen und Absolventen des Zertifikatsstudiengangs Treuhandwesen im Rahmen einer feierlichen Zeremonie. Die Nachwuchskräfte unterstützen nun den Finanzplatz Liechtenstein mit ihrem Fachwissen.

 

Prof. Dr. iur. Alexandra Butterstein, LL.M., Dekanin der Liechtenstein Business Law School, begrüsste die Absolventinnen und Absolventen und betonte in ihrer Festrede die wachsende Bedeutung qualifizierter Treuhandfachleute in der zunehmend komplexen internationalen Finanzlandschaft. Mit der Überreichung der Zertifikate würdigte sie sodann die erbrachten Leistungen und gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zu ihrem erfolgreichen Abschluss.

 

 

Auszeichnung für herausragende Studienleistungen

Ein Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Verleihung des Preises der Liechtensteinischen Treuhandkammer. Dr. Stefan Wenaweser, Präsident der Treuhandkammer, überreichte die Auszeichnung an Anna Wohlwend, die den Jahrgang mit exzellenten Ergebnissen abschloss. Diese Ehrung unterstreicht die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Universität Liechtenstein und der Liechtensteinischen Treuhandkammer.

 

Der Grossteil der Absolventinnen und Absolventen setzt ihre akademische Laufbahn fort und nimmt das weiterführende Diplomstudium Treuhandwesen an der Universität Liechtenstein auf, um ihre Expertise weiter zu vertiefen. Prof. Dr. iur. Alexandra Butterstein, LL.M. und Dr. Stefan Wenaweser wünschen allen Absolventinnen und Absolventen viel Erfolg für ihre weitere akademische und berufliche Laufbahn.

Väter als Ernährer, Mütter als Kümmerer? Neue Studie deckt verhängnisvolle Rollenbilder auf

Väter als Ernährer, Mütter als Kümmerer? Neue Studie deckt verhängnisvolle Rollenbilder auf

Eine Person mit Brille und langem Haar steht in einem modernen Gebäude und trägt einen roten Pullover. Sie lächelt leicht und lehnt sich an ein Geländer.

Warum bleibt echte Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern im Berufsleben oft nur ein Ideal? Eine aktuelle Studie zeigt: Traditionelle Vorstellungen über Mutterschaft und Vaterschaft haben einen erheblichen Einfluss darauf, wie Rollen in der Familie verteilt und Frauen am Arbeitsplatz benachteiligt werden.

 

Assoz. Prof. Dr. Lindsay Howe von der Universität Liechtenstein hat gemeinsam mit Forschenden der University of Cardiff und des Institute for Voluntary Action Research untersucht, wie tief verwurzelte Geschlechterrollen den Alltag von Familien in Südafrika prägen – mit überraschenden Ergebnissen.

 

Die Untersuchung, die auf Fokusgruppen, ethnografischen Studien und innovativen Datenerhebungen mittels «Volunteered Geographic Information» (VGI) basiert, zeigt: Viele Menschen – unabhängig vom Geschlecht – sehen Väter immer noch in erster Linie als «Ernährer». Das führt dazu, dass viele Väter ihre Erziehungsaufgaben lediglich in freien Momenten zwischen beruflichen Verpflichtungen erledigen. Dieses Muster, das die Forschenden als «parenthetische Elternschaft» bezeichnen, verstärkt bestehende Ungleichheiten.

 

Besonders brisant: Dieser Widerspruch zwischen Ideal und Realität betrifft Familien aller sozialen Schichten. Während viele Väter sich eine aktivere Rolle in der Erziehung wünschen, werden sie durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen daran gehindert. Gleichzeitig bleibt der Grossteil der Erziehungsarbeit an den Müttern hängen – mit weitreichenden Folgen für deren berufliche Entwicklung.

 

Die Studie, veröffentlicht in der renommierten Fachzeitschrift «The Professional Geographer», ergänzt eine Reihe vorheriger Forschungen der Autorinnen. Bereits in einem «Time Magazine»-Artikel (https://time.com/6249410/secret-tax-women-time/) beleuchteten sie die versteckten Kosten, die Frauen tragen, weil sie für Pflege- und Fürsorgeaufgaben verantwortlich gemacht werden. Die neuen Ergebnisse zeigen nun: Es geht nicht nur um Mütter, sondern auch um die Hindernisse, mit denen engagierte Väter konfrontiert sind.

 

Fest steht: Solange diese traditionellen Rollenbilder bestehen bleiben, wird Gleichberechtigung schwer zu erreichen sein. Doch die Erkenntnisse der Studie könnten dazu beitragen, den Weg für eine gerechtere Aufteilung von Erwerbs- und Erziehungsarbeit zu ebnen.

 

Mehr zur Studie: https://www.uni.li/de/forschung/forschungsaktivitaeten/veroeffentlichungen/publikationen/@@publication_detail/9837.67

Eine Person mit Brille und langem Haar steht in einem modernen Gebäude und trägt einen roten Pullover. Sie lächelt leicht und lehnt sich an ein Geländer.

Gastprofessur an der Faculté Libre de Droit, Paris

Gastprofessur an der Faculté Libre de Droit, Paris

Gruppe von Studierenden und einer Lehrperson vor einem modernen, runden Universitätsgebäude bei sonnigem Wetter.

Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou, LL.M. von der Professur für Wirtschaftsstrafrecht, Compliance und Digitalisierung, ist seit 2016 Gastprofessorin an der Faculté Libre de Droit (Campus in Paris der Université Catholique de Lille) und unterrichtet dort jedes Jahr zum Thema "Deutsches Strafrecht".

 

Auch in diesem Jahr konnte sie wieder eine Woche in Paris verbringen und dort junge, engagierte Studierende im 4. Semester für das Strafrecht begeistern sowie zur weiteren Sichtbarkeit der Universität Liechtenstein beitragen.

Gruppe von Studierenden und einer Lehrperson vor einem modernen, runden Universitätsgebäude bei sonnigem Wetter.
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