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«Bauen im Blick» – Upcycling im Fokus der zweiten Podcast-Folge

«Bauen im Blick» – Upcycling im Fokus der zweiten Podcast-Folge

Vier Personen sitzen auf einer Bühne in Korbstühlen, vor einem dunklen Vorhang. Sie sind Teil einer Diskussionsrunde über Upcycling in der Architektur an der Universität Liechtenstein.

Mit der zweiten Folge des Video-Podcasts «Bauen im Blick» widmet sich das Campus Radio der Universität Liechtenstein einem der aktuellsten Themen im Bauwesen: Upcycling in der Architektur. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Bestehendes als Ressource neu denken lässt – gestalterisch, konstruktiv und gesellschaftlich.

 

Prof. Dr. Daniel Stockhammer, Professor für Bauerbe und zirkuläres Bauen an der Universität Liechtenstein sowie Herausgeber des Buchs «Upcycling: Reuse and Repurposing as a Design Principle in Architecture» diskutiert gemeinsam mit den Architekturstudentinnen Stacey und Lorin im Rahmen des Wahlfachs Campus Radio Entwurfsstrategien, kulturelle Verantwortung und internationale Entwicklungen rund um das Thema Wiederverwendung im Bauwesen.

 

«Upcycling fordert uns heraus, Architektur nicht nur neu zu entwerfen, sondern bestehende Ressourcen mit Respekt und Kreativität weiterzudenken», betont Moderator Andreas Krättli, Dozent am Campus Radio der Universität Liechtenstein.

 

Die Episode ist ab sofort auf www.podcasthus.li, auf YouTube, Spotify, Apple Podcasts, SoundCloud sowie im Live-Stream auf www.campusradio.li und auf den offiziellen Kanälen der Universität Liechtenstein verfügbar.

Vier Personen sitzen auf einer Bühne in Korbstühlen, vor einem dunklen Vorhang. Sie sind Teil einer Diskussionsrunde über Upcycling in der Architektur an der Universität Liechtenstein.

LSA Sommerfest und Alumni Reunion 2025

LSA Sommerfest und Alumni Reunion 2025

Am Mittwoch, den 28. Mai 2025, lud die Liechtenstein School of Architecture (LSA) gemeinsam mit Alumni Relations und der Spinnerei zum LSA Sommerfest und Alumni Reunion ein. Rund 150 Gäste, darunter etwa 30 Alumni, zahlreiche Studierende, Angehörige und Architekturinteressierte, fanden trotz strömendem Regen den Weg auf den Campus der Universität Liechtenstein. Und sie wurden mit einem vielfältigen Programm, inspirierenden Gesprächen und guter Stimmung belohnt.

 

 

Exkursion: Zirkuläres Bauen hautnah erleben

 

Bereits ab 16 Uhr begann der Nachmittag mit einer Alumni-Exkursion zum ZirkuLIE Bauteillager in Triesen. Dort führten Dr. Clarissa Rhomberg, Alumna der Universität, und Clemens Quirin vom vai Vorarlberg durch das Projekt. Trotz nasser Wetterlage bot die Exkursion spannende Einblicke in die Zukunft des zirkulären Bauens in Liechtenstein.

 

 

Ausstellungseröffnung und Preisverleihungen

 

Um 18 Uhr eröffnete Prof. Dr. Daniel Stockhammer die Sommerausstellung der LSA, in der die Studierenden ihre Modelle und Projekte präsentierten. Der Ausstellungssaal war gut besucht – viele Gäste nutzten die Gelegenheit, das kreative Schaffen der Architekturstudierenden hautnah zu erleben.

 

Im Rahmen der Ausstellung wurden auch die diesjährigen LSA-Preise verliehen

 

  • Der LSA Student Engagement Award ging an Sophie Breitruck (ULSV),
  • der Bachelorthesis-Award an Martin Dupont,
  • der Masterthesis-Award an Lina Gasperi,
  • und der LSA Alumni Award (in Zusammenarbeit mit Alumni Relations) an Beat Burgmaier, der für sein nachhaltiges Engagement ausgezeichnet wurde.

 

 

Würdige Verabschiedungen und inspirierende Einblicke

 

Emotional wurde es bei den Verabschiedungen langjähriger Wegbegleiter:innen: Die LSA verabschiedete Bernhard Gasser, Christoph Angehrn sowie Prof. Dr. Lindsay Howe, die über viele Jahre die Architekturausbildung an der Universität entscheidend mitgeprägt haben.

 

Eine bemerkenswerte Anekdote einer Alumna, die heute in den Niederlanden tätig ist, verdeutlichte den internationalen Einfluss der LSA:

 

„Im Studium wurden uns oft Referenzbeispiele holländischer Architekt:innen gezeigt. Jetzt zeigt man in unserem Büro Referenzen von Architekt:innen aus dem deutschsprachigen Raum – unter anderem von der uni.li Alumna und ehemaligen Dozentin Bianca Böckle (bothand architecture).“

 

 

Musik, Kulinarik und gute Laune im Regen

 

Musikalisch sorgte die Alumni-Band „Betonleiter“ für die passende Festivalstimmung – mit den Alumni Simon Egger, Loris Vogt, Noah Laternser sowie Julian Huber. Für das leibliche Wohl sorgte die Spinnerei mit erfrischenden Drinks, und die Pasta Barn servierte frisch zubereitete Pasta.

 

 

Ein starkes Zeichen für Zusammenhalt

 

Das LSA Sommerfest 2025 war ein lebendiger Beweis für den starken Zusammenhalt innerhalb der LSA-Community – ein Fest voller Energie, Inspiration und Wiedersehensfreude. Trotz Regen ein echter Höhepunkt im Unijahr – und eine coole Party obendrein.

 

 

Fotos: Fabio Schober

Strafrechtsgeschichtliche Tagung «Feuerbach 250» in Jena – Rückblick und Impulse

Strafrechtsgeschichtliche Tagung «Feuerbach 250» in Jena – Rückblick und Impulse

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer Büste von Paul Johann Anselm von Feuerbach im Freien. Die Personen tragen formelle Kleidung und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind grüne Büsche und Bäume zu sehen.

Grundlagenfächer sind nicht nur spannend, sondern für ein umfassendes und vertieftes Verständnis des geltenden Rechts von zentraler Bedeutung. Dies stellte auch die strafrechtsgeschichtliche Tagung „Feuerbach 250 – Theorie und Dogmatik, Kriminologie und Kriminalpolitik, Geschichte und Rezeption“ eindrucksvoll unter Beweis.

 

Die Tagung fand vom 19. bis 21. Mai 2025 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena statt – anlässlich des 250. Geburtstags von Paul Johann Anselm von Feuerbach (1775–1833). Feuerbach, Schöpfer des Bayerischen Strafgesetzbuchs von 1813, wurde in Hainichen bei Jena geboren, studierte Philosophie und Rechtswissenschaft an der Universität Jena und war dort auch kurzzeitig als Professor tätig. Als Begründer der modernen deutschen Strafrechtslehre prägte er das Verständnis eines rechtsstaatlichen Strafrechts grundlegend. Seine berühmte Formel «Nullum crimen, nulla poena sine lege» wurde zu einem weltweit zitierten Postulat und markierte – wie Gustav Radbruch es ausdrückte – eine «Zeitenwende» im Strafrecht.

 

Ein Vierteljahrhundert nach der letzten Jenaer Feuerbach-Tagung widmete sich die Rechtswissenschaftliche Fakultät nun erneut seinem Werk und dessen Wirkung in einer breit angelegten, interdisziplinären Analyse. Veranstaltet wurde die Tagung von Prof. Dr. Anette Grünewald, Prof. Dr. Florian Knauer, Prof. Dr. Adrian Schmidt-Recla und Prof. Dr. Dr. h.c. Edward Schramm.

 

Feuerbach und das Strafgesetzbuch Griechenlands

 

Im Rahmen der Tagung hielt Prof. Dr. Konstantina Papathanasiou einen Vortrag zum Thema «Feuerbach und das Strafgesetzbuch Griechenlands» – ein Forschungsfeld, das sie seit drei Jahren intensiv bearbeitet. Sie hat hierzu Tagungen mitorganisiert, entsprechende Tagungsbände werden publiziert.

 

Das erste griechische Strafgesetzbuch wurde 1833 von dem bayerischen Juristen Georg Ludwig von Maurer verfasst, der als Mitglied des Regentschaftsrats unter König Otto, dem jüngsten Sohn Ludwigs I. von Bayern, tätig war. Zwar spielten der französische «Code pénal» von 1810 sowie das Feuerbach’sche Strafgesetzbuch von 1813 mitsamt der Entwürfe von 1822, 1827 und 1831 samt Reskripten und Anmerkungen eine zentrale Rolle bei Maurers Entwurf – dennoch entschied sich dieser bewusst gegen eine blosse Übernahme, um stattdessen ein eigenständiges Werk für Griechenland zu schaffen.

 

Prof. Papathanasiou schloss ihren Vortrag mit den Worten: «Das Strafgesetzbuch Maurers war bis 1950 in Kraft – es hat somit alle anderen Strafgesetzbücher seiner Zeit bei Weitem überdauert. Damit erweist sich das griechische StGB von 1834 – mit den Worten Maurers – als die vollständigste, mildeste und am längsten geltende unter den historischen Strafgesetzgebungen. Abschliessend ist festzuhalten: Die Ära des liberalen Strafrechts beginnt nicht mit dem bayerischen StGB von 1813, sondern mit dem griechischen StGB von 1834.»

 

Auch in Bezug auf das Fürstentum Liechtenstein betont Prof. Papathanasiou die Bedeutung historischer Grundlagenforschung. Zwar basiert das liechtensteinische Strafgesetzbuch in weiten Teilen auf dem österreichischen Vorbild, doch bestehen auch hier eigenständige Entwicklungen und Abweichungen. Vor diesem Hintergrund möchte sie die nationale strafrechtliche Identität Liechtensteins stärker im wissenschaftlichen Diskurs sichtbar machen. Geplant ist daher ein eigener Kommentar zum liechtensteinischen Strafgesetzbuch anlässlich dessen 40-jährigen Bestehens im Juni 2027.

Eine Gruppe von Menschen steht vor einer Büste von Paul Johann Anselm von Feuerbach im Freien. Die Personen tragen formelle Kleidung und lächeln in die Kamera. Im Hintergrund sind grüne Büsche und Bäume zu sehen.

Weltweit auf Platz 1: Liechtenstein erneut bester Standort für philanthropisches Engagement

Weltweit auf Platz 1: Liechtenstein erneut bester Standort für philanthropisches Engagement

Außenansicht der Universität Liechtenstein mit modernem Glasgebäude und Bergkulisse im Hintergrund, umgeben von grüner Wiese.

Das Fürstentum Liechtenstein ist 2025 erneut der weltweit beste Standort für gemeinnützige Stiftungen und philanthropisches Engagement. Das ist das Ergebnis des Global Philanthropy Environment Index (GPEI) 2025, den die Lilly Family School of Philanthropy der Indiana University nun veröffentlichte. Liechtenstein kann damit seine Spitzenposition, die es erstmals mit dem GPEI 2022 erlangte, halten.

 

Gemeinsam mit 173 Länderexperten ermittelten die Forscher der Indiana University für 95 Staaten, 4 mehr als noch im Jahr 2022, welche Rahmenbedingungen Stifter und Philanthropen dort jeweils für ihr Engagement vorfinden. Dabei untersuchten die Erxperten der Lilly Family School of Philanthropy sowohl das juristische, wirtschaftliche und sozio-kulturelle Umfeld als auch die Frage, wie leicht es Stiftungen und Philanthropen gemacht wird, sich sowohl im eigenen Land als auch international zu engagieren. Ziel der alle drei Jahre durchgeführten Studie ist es, das Umfeld für philanthropisches Engagement zu beschreiben und zu verbessern. In sechs Kategorien werden dabei Bewertungen zwischen 1 und 5 vergeben. Liechtenstein kommt hier auf den weltweit besten Durchschnittswert von 4,92 und liegt damit vor der Schweiz (4,88), den Niederlanden (4,84), Belgien (4,78), Deutschland (4,74), Dänemark (4,67), Singapur (4,61) und Schweden (4,54). Der Durchschnitt aller 95 untersuchten Länder liegt bei 3,60.
Dr. Thomas Zwiefelhofer, Präsident der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen und Trusts (VLGST), freut sich, dass die Topplatzierung Liechtensteins erneut bestätigt wurde: «Der Index zeigt die erstklassigen Rahmenbedingungen auf, welche Liechtenstein für gemeinnütziges Engagement bietet, und belohnt auch den Einsatz der VLGST, welche mit ihren 141 Mitgliedern die Interessen der gemeinnützigen Stiftungen und Trusts in Liechtenstein vertritt.» Die Co-Geschäftsführerin der VLGST Karin Schöb ergänzt: «Der Wettbewerb unter den Stiftungsstandorten hat in jüngster Vergangenheit zugenommen, was sich positiv auf die Tätigkeit von gemeinnützigen Stiftungen auswirkt, aber auch vorausschauendes Handeln eines Stiftungsstandorts voraussetzt, um mithalten zu können. Die VLGST freut es deshalb sehr, dass Liechtenstein weiterhin als weltweit bester Philanthropie-Standort gilt und wird sich mit ihren Mitgliedern dafür einsetzen, dass dies auch so bleibt.»

 

Universität Liechtenstein begleitete die Studie federführend

 

«Aus wissenschaftlicher Sicht ist bedeutsam, dass Liechtenstein bereits zum zweiten Mal im GPEI aufgeführt ist», erläutert Prof. Dr. Marc Gottschald, Direktor des Centers für Philanthropie der Universität Liechtenstein, der die Studie wissenschaftlich betreute. «Dass die grösste Untersuchung dieser Art Liechtenstein erneut international an der Spitze sieht, ist ein sehr wichtiges Signal für den Philanthropiestandort», so Prof. Gottschald weiter. Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M. Professorin für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht, die den privatrechtlichen Teil wieder bearbeitete, zeigt sich ebenfalls erfreut über das Ergebnis. «Diese herausragende Platzierung bestätigt die optimalen Voraussetzungen der rechtlichen Rahmenbedingungen für philanthropisches Engagement in Liechtenstein.» Bei der Ermittlung der Ausgangsdaten hatte neben dem Center für Philanthropie und der Professur für Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht auch die VLGST mitgewirkt. Prof. Gottschald ist sehr zufrieden mit der Kooperation – und mit dem Ergebnis. «Die Bemühungen des Standorts, optimale Bedingungen für philanthropisches Engagement herzustellen, haben sich ausgezahlt», so Prof. Gottschald.


Die Studie ist auf der Webseite der Indiana University unter der Adresse https://globalindices.indianapolis.iu.edu/environment-index/downloads/i…
abrufbar.

Außenansicht der Universität Liechtenstein mit modernem Glasgebäude und Bergkulisse im Hintergrund, umgeben von grüner Wiese.

Paneldiskussion mit Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M. auf der STEP Alpine Conference 2025

Paneldiskussion mit Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M. auf der STEP Alpine Conference 2025

On 7 and 8 May 2025, the renowned annual STEP Alpine Conference took place at the Congress Kursaal Interlaken. Experts from academia and professional practice gathered to jointly discuss current legal and economic issues in the field of private wealth structuring. A particular focus was placed on the protection of family businesses, including their identity and core values.

 

As part of the panel discussion on the topic “Liechtenstein – A Role Model for Compliant Wealth Preservation”, Prof. Dr. Alexandra Butterstein, LL.M., shed light on the civil law instruments available in Liechtenstein for the secure, multi-generational preservation of family wealth.

 

In her remarks, she focused in particular on the foundation and the trust as key structures for wealth planning, as their versatile design options make them highly suitable as succession instruments for families and their businesses. Both legal instruments can be equipped with a tailored governance system that meets not only the individual needs of the settlor or trustee but also the interests of the beneficiaries and those of the business itself. In this context, the involvement of family members—such as in the form of a family council—is essential for effective governance. However, the extent to which rights are reserved for the various parties involved requires individual assessment and advice.

Herzliche Gratulation zum erfolgreichen Lehrabschluss

Herzliche Gratulation zum erfolgreichen Lehrabschluss

Joshua Längle, ein frischgebackener Kaufmann EFZ.

Unser Lernender Joshua Längle hat seine dreijährige kaufmännische Lehre an der Universität erfolgreich abgeschlossen und darf sich nun offiziell Kaufmann EFZ nennen.

 

Die feierliche Abschlussfeier fand im BZB in Buchs statt. Rund 140 Lernende durften dort ihr Diplom entgegennehmen – etwa die Hälfte von ihnen stammt aus dem Fürstentum Liechtenstein. In diesem Jahr erhielten die Absolventinnen und Absolventen ihre Fähigkeitszeugnisse persönlich von Regierungsrat Daniel Oehry, Rektor Daniel Miescher und Amtsleiter Werner Kranz überreicht.

 

Wir freuen uns sehr über Joshuas Erfolg und gratulieren ihm von ganzem Herzen!

Joshua Längle, ein frischgebackener Kaufmann EFZ.

Tradition trifft Technologie: Die Überwindung kultureller Spannungen bei der KI-Adoption im Lean Quality Management

Tradition trifft Technologie: Die Überwindung kultureller Spannungen bei der KI-Adoption im Lean Quality Management

Am Montag, 23. Juni 2025, fand an der Universität Liechtenstein die Antrittsvorlesung von Assoz. Prof. Dr. Benjamin van Giffen statt. Unter dem Titel «Tradition trifft Technologie: Die Überwindung kultureller Spannungen bei der KI-Adoption im Lean Quality Management» beleuchtete der neue Professor für Information Systems & Digital Innovation die Herausforderungen und Chancen, die sich aus dem Zusammenspiel traditioneller Lean-Prinzipien und moderner KI-Technologien ergeben.

 

Den feierlichen Auftakt bildete das offizielle Programm ab 17.00 Uhr. In ihren Begrüssungs- und Grussworten hoben Dr. Christian Frommelt, Rektor der Universität Liechtenstein, Dr. Gunter Beitinger, Senior Vice-President Manufacturing und Head Factory Digitalization bei Siemens, sowie Karsten Neugebauer, Gründer der VIQTORIOUS AG und zuvor CEO der G2K Group, die Relevanz des Themas für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft hervor. Sie betonten die Rolle der Universität als Impulsgeberin für digitale Innovationen in der Region und darüber hinaus. Insbesondere die Verbindung von exzellenter Forschung mit praxisorientierter Anwendung zog sich als roter Faden durch alle Beiträge.

 

Im Zentrum der anschliessenden Vorlesung stand die Frage, wie Unternehmen kulturelle Spannungen bewältigen können, die durch die Einführung künstlicher Intelligenz in etablierte Managementsysteme entstehen. Benjamin van Giffen machte deutlich, dass die Integration von KI nicht nur technologische, sondern vor allem kulturelle und organisatorische Veränderungen erfordert. Mit praxisnahen Beispielen und fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigte er auf, wie Unternehmen diesen Transformationsprozess erfolgreich gestalten und dabei sowohl Effizienzgewinne als auch innovationsfördernde Strukturen erzielen können.

 

Der Vortrag verband theoretische Tiefe mit einem starken Praxisbezug und bot dem Publikum Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Führungskräfte und Organisationen im digitalen Wandel. Besonders betonte Professor van Giffen die Bedeutung eines menschzentrierten Innovationsansatzes, der auf Design Thinking basiert und sowohl ethische als auch Governance-bezogene Aspekte der KI-Nutzung berücksichtigt.

 

Mit dieser Antrittsvorlesung stellte sich Professor van Giffen nicht nur als ausgewiesener Experte in der Gestaltung und Skalierung von KI-Systemen vor, sondern auch als Brückenbauer zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und unternehmerischer Praxis. Seine vielfältigen Erfahrungen aus Forschung, Lehre und Industrieberatung – darunter Kooperationen mit Unternehmen in Liechtenstein, Europa und den USA – verleihen seiner Arbeit besondere Relevanz für die regionale wie internationale Wirtschaft.

 

Im Anschluss an die Vorlesung lud die Universität zu einem Networking-Apéro ein, bei dem Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung die Gelegenheit nutzten, sich in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen. In zahlreichen Gesprächen wurde das Thema der Vorlesung aufgegriffen, weiter vertieft und im Kontext konkreter unternehmerischer Herausforderungen diskutiert. Der Apéro bot zudem eine willkommene Gelegenheit, Assoz. Prof. Dr. van Giffen persönlich kennenzulernen und erste Kontakte für potenzielle Kooperationen zu knüpfen.

 

Die Universität Liechtenstein freut sich, mit Assoz. Prof. Dr. Benjamin van Giffen einen profilierten Wissenschaftler und praxisorientierten Vordenker gewonnen zu haben, der mit seiner Forschung und Lehre bedeutende Impulse für die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft setzen wird.

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Künstliche Intelligenz trifft auf Tourismus: Forschung in internationaler Fachzeitschrift veröffentlicht

Künstliche Intelligenz trifft auf Tourismus: Forschung in internationaler Fachzeitschrift veröffentlicht

Die Universität Liechtenstein freut sich über die Veröffentlichung einer neuen wissenschaftlichen Studie im renommierten Fachjournal Electronic Markets. Die Publikation mit dem Titel «Fine-Tuning Image-to-Text Models on Liechtenstein Tourist Attractions» wurde von Dr. Pejman Ebrahimi, Postdoktorand an der Liechtenstein Business School, und Prof. Dr. Johannes Schneider, Professor für Data Science & Artificial Intelligence, verfasst.

 

Ziel der Studie war es, zu untersuchen, wie leistungsfähig moderne KI-Modelle Bilder von Sehenswürdigkeiten automatisch in Text umwandeln können – eine Technologie, die insbesondere im Tourismus, in der Kulturvermittlung oder für barrierefreie digitale Angebote eingesetzt werden kann. Im Zentrum der Forschung standen zwei Bild-zu-Text-Modelle von Microsoft: GIT und Florence-2.

 

Die Modelle wurden gezielt mit Bildmaterial aus Liechtenstein trainiert – darunter die Burg Vaduz, die Alp Malbun sowie verschiedene kulturelle Veranstaltungen. Die Ergebnisse zeigen: Das GIT-Modell erzielt bereits mit vergleichsweise wenig Trainingsdaten überzeugende Resultate. Florence-2 hingegen entfaltet sein volles Potenzial bei grösseren Datenmengen und liefert in diesen Fällen deutlich bessere Ergebnisse.

 

Die Forschung liefert wichtige Impulse für den Einsatz von KI im Bereich Tourismus und Kulturerbe. Sie zeigt praxisnah auf, welche Modelle sich für spezialisierte Anwendungen eignen, etwa bei der automatisierten Erstellung von Bildbeschreibungen für Websites, Apps oder digitale Reiseführer.

 

Veröffentlicht wurde die Arbeit in «Electronic Markets», einer führenden internationalen Fachzeitschrift für digitale Märkte und Informationssysteme.

 

Ebrahimi, P., & Schneider, J. (2025). Fine-Tuning Image-to-Text Models on Liechtenstein Tourist Attractions. Electronic Markets, 35(55). https://doi.org/10.1007/s12525-025-00806-7

Herzlichen Glückwunsch an Marius Gramlich zum Doktorat mit Bestnote

Herzlichen Glückwunsch an Marius Gramlich zum Doktorat mit Bestnote

Foto von Marius Gramlich, umgeben von seinen Betreuern und Doktoratskolegen zur Feier seiner erfolgreichen Dissertation an der Universität Liechtenstein.

Die Universität Liechtenstein gratuliert Marius Gramlich herzlich zur erfolgreichen Disputation seiner Dissertation mit der höchsten Auszeichnung. Die Arbeit mit dem Titel «Tokenomics on Crypto Exchanges and Experimental Asset Markets» wurde betreut von Prof. Dr. Martin Angerer und Prof. Dr. Fabian Schär von der Universität Basel. Dazu wurde mit Spiridon Penev (University of Sydney) sowie Yilong Xu (Utrecht University) kooperiert – ein gelungenes Beispiel für die internationale Forschungskooperation der Universität Liechtenstein mit führenden Partnerinstitutionen und Forschern.

 

In seiner Dissertation widmet sich Marius Gramlich den finanzwirtschaftlichen und ökonomischen Facetten der Token-Ökonomie auf Kryptobörsen und experimentellen Kapitalmärkten. Die Studien fokussieren sich auf das Händlerverhalten, das Marktdesign sowie die Effizienz der Märkte, insbesondere im Hinblick auf deren Liquidität.

 

Die Dissertation umfasst innovative Methodiken zur Messung der Recheneinheit (als Funktion von Geld) und Liquidität in Kryptomärkten sowie der Auswirkungen von Fraktionalisierung von Vermögenswerten durch Tokenisierung. Die Ergebnisse liefern neue Einblicke in die Token-Ökonomie mit Relevanz für Händler, Marktbetreiber sowie Regulatoren.

 

Die Forschung wurde bereits im Rahmen zahlreicher internationaler Fachkonferenzen präsentiert und stiess dabei auf grosse Resonanz in der wissenschaftlichen Community. Die erste der drei Studien wurde Anfang des Jahres im «Journal of Risk and Financial Management» publiziert.

 

Wir gratulieren Marius Gramlich herzlich zu diesem herausragenden Erfolg und wünschen ihm für seine berufliche und persönliche Zukunft alles Gute!

Foto von Marius Gramlich, umgeben von seinen Betreuern und Doktoratskolegen zur Feier seiner erfolgreichen Dissertation an der Universität Liechtenstein.

Bank-Frick-Stipendium an der Universität Liechtenstein vergeben

Bank-Frick-Stipendium an der Universität Liechtenstein vergeben

Sabrina Zimmermann, die Stipendiatin von Bank Frick, steht vor dem Gebäude der Bank Frick, bereit, am CAS Blockchain und Fintech Programm teilzunehmen.

Bank Frick vergibt erneut ein Stipendium zur Teilnahme am CAS Blockchain und Fintech an der Universität Liechtenstein. In diesem Jahr geht dieses an Sabrina Zimmermann aus Bad Ragaz. Sie hat sich unter den acht Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt und kann kostenfrei am Programm teilnehmen.

 

Im Rahmen ihrer Kooperation mit der Universität Liechtenstein vergibt Bank Frick ein Stipendium in Höhe von CHF 10’900 zur kostenlosen Teilnahme am CAS Blockchain und FinTech. Das Programm zeichnet sich insbesondere durch die praxisnahe Vermittlung von Wissen zur technologischen Neugestaltung bestehender finanzwirtschaftlicher Systeme aus. Die Studierenden erwerben ein fundiertes Verständnis vernetzter Systeme sowie deren Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsnetzwerke.

 

Bewerbung von Sabrina Zimmermann überzeugte

 

Dieses Jahr geht das Stipendium von Bank Frick an Sabrina Zimmermann aus Bad Ragaz. Besonders überzeugte an ihrer Bewerbung das ausgeprägte Interesse, sich nach dem BWL-Bachelor gezielt in den Bereichen Blockchain und Fintech weiterzuentwickeln. Bereits während ihres Bachelorstudiums entwickelte Zimmermann ein grosses Interesse an technologischen Innovationen, welche die Finanzbranche transformieren. Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens unterstrich sie ihre starke Motivation, ein tieferes Verständnis für das Potenzial der Blockchain-Technologie zu entwickeln und ihr praxisnahes Wissen gezielt mithilfe der Expertise der renommierten Dozierenden zu erweitern.

 

Know-how für Liechtenstein und die gesamte Rheintalregion

 

Bank Frick vergibt erneut ein Stipendium zur Teilnahme am CAS Blockchain und Fintech an der Universität Liechtenstein. In diesem Jahr geht dieses an Sabrina Zimmermann aus Bad Ragaz. Sie hat sich unter den acht Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt und kann kostenfrei am Programm teilnehmen.

Sabrina Zimmermann, die Stipendiatin von Bank Frick, steht vor dem Gebäude der Bank Frick, bereit, am CAS Blockchain und Fintech Programm teilzunehmen.
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