Future Skills für die digitale Zukunft: Workshop bringt Wissenschaft und Praxis zusammen
Future Skills für die digitale Zukunft: Workshop bringt Wissenschaft und Praxis zusammen
Rund 35 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Mitgliederkreis von digital-liechtenstein.li kamen am 22. September 2026 an der Universität Liechtenstein zusammen. Sie befassten sich mit den Kompetenzen, die in der sich wandelnden Arbeitswelt künftig besonders gefragt sind.
Den Workshop «Future Skills – Kompetenzen für die digitale Zukunft» veranstalteten die Universität Liechtenstein, digital-liechtenstein. li und die Stiftung Zukunft. li gemeinsam. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen in Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Zudem ging es um die Frage, welche Herausforderungen sich daraus für Unternehmen und Organisationen ergeben.
Zu Beginn stellten die Veranstalter vier aktuelle Studien vor. Sie eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf künftige Kompetenzanforderungen und den Wandel der Arbeitswelt.
Marie Scheuffele von der Universität Liechtenstein präsentierte eine internationale Analyse von mehr als 500'000 Management-Stelleninseraten. Die bisherigen Ergebnisse zeigen: Zentrale Management-Kompetenzen wie Führung, Strategie und Planung bleiben stabil. Zugleich wächst die Nachfrage nach digitalen Kompetenzen, und sie wird spezifischer.
Béatrice Hasler von der Universität Liechtenstein stellte ausgewählte Befunde des Global AI Adoption Survey vor und ordnete die Situation in Liechtenstein international ein. Die Ergebnisse zeigen: KI wird stärker mit Effizienzgewinnen als mit Qualitätsgewinnen verbunden. Zugleich ist die Lern- und Anpassungsbereitschaft unter KI-Nutzenden hoch. Organisationale Lernmöglichkeiten und ausreichende KI-Trainings sind aber noch nicht flächendeckend vorhanden.
Katrin Oettmeier von der Universität Liechtenstein gab Einblicke in die Liechtensteiner Unternehmensbefragung zu Future Skills. Die Gespräche mit Unternehmen machen deutlich: Die Herausforderungen gehen weit über reine KI-Kompetenzen hinaus. Wichtiger werden Führungskompetenzen im Umgang mit KI, Resilienz sowie das Zusammenspiel digitaler, sozialer und weiterer überfachlicher Kompetenzen.
Theresa Goop von der Stiftung Zukunft. li zeigte, wie KI den Liechtensteiner Arbeitsmarkt und verschiedene Tätigkeitsprofile verändern könnte. Ihre Analyse zeigt: Ein erheblicher Teil der Erwerbsbevölkerung ist sowohl mit möglichen Substitutionsrisiken als auch mit Chancen durch KI konfrontiert. Entscheidend sind vor allem Flexibilität und Lernbereitschaft, um von diesen Veränderungen profitieren zu können.
In den anschliessenden Gruppenarbeiten diskutierten die Teilnehmenden, wo Unternehmen derzeit besonderen Handlungsbedarf sehen. Zudem ging es um die Frage, mit welchen Formaten sich Future Skills künftig gezielt aufgreifen lassen. Auch die Idee eines regelmässigen Future Skills Barometers für Liechtenstein kam zur Sprache.
Die Rückmeldungen zum Workshop fielen sehr positiv aus. Besonders geschätzt wurden die Verbindung aktueller Forschungsergebnisse mit konkreten Erfahrungen aus den Unternehmen sowie der direkte Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Die Ergebnisse des Workshops sollen nun in die weiteren Aktivitäten von digital-liechtenstein. li und der Universität Liechtenstein einfliessen. Für Ende 2026 ist zudem ein Future Skills Report geplant. Er soll zentrale Entwicklungen und Kompetenzbedarfe in Liechtenstein zusammenführen.