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Disputation zu BIM und zirkulären Materialspeichern erfolgreich abgeschlossen

Disputation zu BIM und zirkulären Materialspeichern erfolgreich abgeschlossen

Drei Männer blicken frontal in die Kamera

Piotr Piotrowski hat seine Dissertation an der Liechtenstein School of Architecture, Fachgruppe Bauerbe & Upcycling, erfolgreich verteidigt. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Daniel Stockhammer, als Kobetreuer wirkte Prof. Dr. Andreas Putz der TU München.

Im Zentrum der Forschung steht die Qualität und Struktur von BIM-Daten für Rückbauanalysen und das Asset-Management. Obwohl BIM-Modelle zunehmend verfügbar sind, schränken fehlende spezialisierte Analysewerkzeuge sowie BIM-basierte digitale Materialdatenbanken deren praktische Anwendbarkeit als digitale Zwillinge für die Wiederverwendung von Materialien bislang ein.

Zur Definition zentraler Anforderungen entwickelte Piotr Piotrowski einen Design-Science-basierten Forschungsansatz. Leitfadengestützte Interviews mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Zirkularität und Digitalisierung dienten dazu, die wesentlichen Merkmale digitaler Materialspeicher zu identifizieren. Ein prototypische BIM-basierte Materialbank wurde als Stimulus eingesetzt, um praxisrelevante Anforderungen zu erheben und in einem technischen Blueprint zu konkretisieren.

Die Ergebnisse zeigen, wie digitale Materialbanken die in BIM-Modellen enthaltenen Materialinformationen verarbeiten und für Rückbau- und Wiederverwendungsprozesse nutzbar gemacht werden können. Dadurch wird der latente Wert bestehender digitaler Zwillinge für die Materialwiederverwendung aktiviert. Damit liefert die Dissertation wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung zirkulärer Materialflüsse und unterstreicht das Potenzial digitaler Technologien für nachhaltige Bau- und Rückbauprozesse.

Die Universität Liechtenstein gratuliert Piotr Piotrowski herzlich zu diesem Erfolg und wünscht ihm für seine berufliche und persönliche Zukunft alles Gute!

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