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Chinese Architectural Education: its origin, evolution and challenge

Chinese Architectural Education: its origin, evolution and challenge

Die formale Berufsausbildung für Architekten existiert in China seit fast 90 Jahren. Mitte der 1920er-Jahre führte die erste Generation chinesischer Auslandsstudenten die Beaux-Arts-Ausbildung nach dem Pariser Vorbild ein. Bis zur Befreiung im Jahr 1949 wurden einige neue Programme eingerichtet, die auf der Pädagogik der modernen Architektur oder dem Bauhaus-Modell basierten. Der Übergang von den Beaux-Arts zum Bauhaus-System wurde jedoch aufgrund der politischen Nähe zur Sowjetunion in den 1950er-Jahren nicht vollzogen. So wurde landesweit ein vereinheitlichtes System, basierend auf dem Beaux-Arts-Modell, umgesetzt, das China bis in die frühen 1980er-Jahre weg von der etablierten Architekturausbildung führte. In den vergangenen 30 Jahren haben die enorme Zunahme der Studierendenzahlen und die Eröffnung neuer Schulen die frühere Eliteausbildung in eine Art Massenproduktionssystem für Architekten verwandelt. Zusammen mit anderen Faktoren wie dem neuen Interesse an Raumfahrt und Tektonik, der Globalisierung, der Kommerzialisierung des Designmarkts und der Neugestaltung des Bildungssystems zeigt dies deutlich, dass sich die Architekturausbildung in China an einem Wendepunkt ihrer historischen Entwicklung befindet. Im Vortrag begeben wir uns auf die Spuren der historischen Entwicklung der Architekturausbildung in China, beginnend mit ihren Ursprüngen, und diskutieren die aktuellen Herausforderungen.

Daqing Gu ist Professor an der School of Architecture der Chinesischen Universität Hongkong. Er absolvierte seine Architektur-Grundausbildung am Nanjing Institute of Technology (heute Southeast University, SEU) in Nanjing, China, wo während seines Masterstudiums sein Interesse für Architekturausbildung geweckt wurde. An der ETH Zürich schloss er später seine Ausbildung zum Dozenten für Design unter Prof. Herbert Kramel ab. Seine Doktorarbeit verfasste er zu den Themen Entstehung des Designstudios und Entwicklung der Designpädagogik. Bevor er 1994 seine Tätigkeit an der Chinesischen Universität Hongkong aufnahm, lehrte er in Nanjing und Zürich. Seine Hauptinteressengebiete im Bereich der Lehre umfassen Programmentwicklung, Designtheorie und -methoden sowie Designpädagogik. Zu seinen zentralen Forschungsbereichen zählen die Geschichte der Architekturausbildung in China, Modelle für Architekturausbildung und moderne Architektur in Hongkong.
27 Mär
Gebühren
Eintritt frei.