18. Rechtsprechtag - Neue Rechtsprechung zur Abschlussprüferhaftung in Liechtenstein und Europa
18. Rechtsprechtag - Neue Rechtsprechung zur Abschlussprüferhaftung in Liechtenstein und Europa
Dozierende:
Lic. iur. et lic.oec
Andreas
Batliner
Prof. Dr. Dr. h.c.
Werner F.
Ebke
LL. M. (Berkeley)
School/Professur:
Die Prüfung der periodischen Rechnungslegung kapitalmarktorientierter Aktiengesellschaften durch unabhängige Wirtschaftsprüfer ist ein wichtiges Instrument der internen Corporate Governance und trägt zugleich zur Steigerung der Effizienz des Kapitalmarkts und des Markts für Unternehmens(leiter)kontrolle (market for corporate control) bei. Zur Durchsetzung von (kapital-)marktorientierten Normen und zur Sicherung der Wirksamkeit kapitalmarktbezogener Funktionen wird in den Industrienationen neben dem öffentlichen (Wirtschafts-)Recht und dem Strafrecht in zunehmendem Masse auch das Zivilrecht herangezogen. Die Europäische Union beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der Frage, ob und inwieweit Abschlussprüfer kapitalmarktorientierter Unternehmen für Schäden einstehen sollten, die das geprüfte Unternehmen, vor allem aber Dritte (z.B. Anleger, Gläubiger, Lieferanten, Kreditgeber, Arbeitnehmer und der Staat) im Vertrauen auf die Richtigkeit und Vollständigkeit testierter Jahresabschlüsse erlitten haben. Der Vortrag wird diesen Fragen aus juristischer und ökonomischer Sicht nachgehen.