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Führung durch die Sommerausstellung

Führung durch die Sommerausstellung

Das Institut für Architektur und Raumentwicklung der Hochschule Liechtenstein präsentiert seine Arbeiten des Sommersemesters 2010.

Neue Ideen für ein besseres Leben
Ausgangslage der Arbeiten war die Weltausstellung 2010 in Shanghai mit ihrem Thema "Better City, better Life". Zu konzipieren waren Orte, die ein besseres Leben ermöglichen sollen. Zu diesem Thema hatten sich beispielsweise elf Studierende des Gastprofessors Peter Staub in Venedig aufgehalten und im Anschluss ihre eigenen Ideen von einem verbesserten Leben in dieser Stadt entworfen. Gezeigt werden die Ergebnisse in Buchform im A3-Format. Die äusserst filigranen Arbeiten sind poetisch und überraschend zugleich. Sie schaffen neue Räume im Raum des Buches, dreidimensional, tiefenscharf und geheimnisvoll. Wie in "The Island of Chance", eine Masterarbeit von Vladimira Vanikova die den Ortsteil Forte Maghera als Immigrantin wahrnahm und vom Spital über Arbeitsräume, einer Schule und einer Kunstgalerie den Fremden eine neue Perspektive bieten will. Ihr Studienkollege Hayato Mizutani hat sein Thema ganz anders angepackt: Er erforschte den Campo San Paolo, untersuchte, wie Fussgänger diesen Ort überqueren und schuf daraus neue Zentren.

Ost, West und Griechenland
Die Studierenden von Dieter Jüngling waren zwei Wochen in China unterwegs und sahen sich dort die Wohnformen genauer an. Ihre Aufgabe war es, mit diesen Erkenntnissen eine neue Wohnsiedlung ausserhalb des Siedlungskerns von Fläsch zu planen. Eindrücklich war für die Studenten, dass die Häuser in China nicht nach dem Sonnenstand, sondern nach der alten Lehre des Feng Shui ausgerichtet sind. Nach Griechenland reisten die Studierenden des Professors Dietrich Schwarz, auf die autofreie Insel Hydra, an deren Häusern keine Antennen oder Satellitenschüsseln und keine Leuchtreklamen angebracht werden dürfen. Die Studierenden entwarfen archaische Steinbauten, in denen Menschen aus der Stadt wieder zu ursprünglichen Lebensformen zurückfinden können. Das reale soziale Leben stand im Mittelpunkt, fern von digitalen Netzwerken wie Facebook oder Twitter.

Alle Arbeiten sind Teil des virtuellen Liechtensteinischen Pavillons an der Weltausstellung in Shanghai und deren Entstehen kann auch unter www.expo2010.li unter der Rubrik "Eine bessere Stadt" mit verfolgt werden.
11 Aug
Zeit und Ort
10. und 11. August 2010, 17.00 - 18.00 Uhr