Zum Hauptinhalt wechseln

do more with less: Ute Fragner und Robert Korab - Sargfabrik

do more with less: Ute Fragner und Robert Korab - Sargfabrik

Ute Fragner, Sargfabrik, Wien, A
Robert Korab, Sargfabrik, Wien, A

Die Sargfabrik ist ein gemeinschaftliches Wohn- und Kulturprojekt, das von einer Gruppe von anfangs 30 Leuten Ende der 1980er Jahre initiiert wurde und gemeinsam mit den Architekten BKK-2 umgesetzt wurde. Aus Unzufriedenheit über das Angebot des Wohnungsmarktes, suchte die Gruppe nach einer alternativen Lebensform, die neben dem Wohnen auch eine Reihe von Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergarten, Café, Schwimmbad, Seminarraum, Veranstaltungsraum etc. beinhalten sollte. Um für diese Gemeinschaftseinrichtungen Fördermittel beantragen zu können, mussten sie eine ungewöhnliche Strategie anwenden: Da diese Einrichtungen nicht durch den Sozialen Wohnungsbau gefördert werden, deklarierten sie das Projekt vom "Wohnungsbau" in einen "Wohnheimbau" um - das Cafe wurde offiziell zur Gemeinschaftsküche, der Kindergarten zum Spielzimmer, das Schwimmbad zu Gemeinschaftsduschen - wodurch sie Geld aus der Wohnheimförderung erhalten konnten. Entgegen aller Vorhersagen der Projektentwickler war das Projekt so erfolgreich, dass die Bewohner später noch ein weiteres Projekt, die MISS Sargfabrik, realisierten. Ute Fragner und Robert Korab gehören zu der Gründergeneration der Sargfabrik und berichten über die Entstehung und Gegenwart eines Projektes, das bis heute seinesgleichen sucht.
12 Jun
Gebühren
Die Teilnahme am Architektur-Vortrag ist kostenlos.