do more with less: Vassal - more is more
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School/Professur:
Jean-Philippe Vassal, Lacaton & Vassal, Paris, F
Lacaton & Vassal sind dafür berühmt, billig zu bauen. Doch ist diese Aussage nur bedingt richtig. Denn wenn sie in ihren Projekten billige Materialien oder Konstruktionen verwenden und damit Geld sparen, dann nicht um des Sparens willen, sondern um das Gesparte an anderer Stelle wieder auszugeben z.B. für mehr Raum, zusätzliche Programme, grosszügige Übergänge zwischen innen und aussen. Beim Haus in Coutras und dem kürzlich fertig gestellten Sozialen Wohnungsbau in Mulhouse konnten sie durch die Verwendung von Standardgewächshäusern als Konstruktion die Wohnungsgrössen ungefähr verdoppeln. Auch bei dem Projekt für die Architekturschule in Nantes, das gerade in die Realisierung geht, haben sie das im Wettbewerb geforderte Raumprogramm verdoppelt, ohne das Budget zu überschreiten. Ihren Ansatz, dass Architektur niemals abgerissen und ersetzt werden müsse, sondern dass unbefriedigende architektonische Situationen durch Hinzufügen von neuem besser gelöst werden können, veranschaulichen sie in ihrer Machbarkeitsstudie "Plus". Auslöser dieser Studie für das französische Kulturministerium ist der Trend, Wohnhochhäusern aus den 70er Jahren abzureissen und durch Einfamilienhaussiedlungen zu ersetzen. Lacaton & Vassal zeigen, dass es möglich und sogar günstiger ist, die Wohnqualität dieser Hochhäuser durch Um-/Anbauten zu verbessern.
Lacaton & Vassal sind dafür berühmt, billig zu bauen. Doch ist diese Aussage nur bedingt richtig. Denn wenn sie in ihren Projekten billige Materialien oder Konstruktionen verwenden und damit Geld sparen, dann nicht um des Sparens willen, sondern um das Gesparte an anderer Stelle wieder auszugeben z.B. für mehr Raum, zusätzliche Programme, grosszügige Übergänge zwischen innen und aussen. Beim Haus in Coutras und dem kürzlich fertig gestellten Sozialen Wohnungsbau in Mulhouse konnten sie durch die Verwendung von Standardgewächshäusern als Konstruktion die Wohnungsgrössen ungefähr verdoppeln. Auch bei dem Projekt für die Architekturschule in Nantes, das gerade in die Realisierung geht, haben sie das im Wettbewerb geforderte Raumprogramm verdoppelt, ohne das Budget zu überschreiten. Ihren Ansatz, dass Architektur niemals abgerissen und ersetzt werden müsse, sondern dass unbefriedigende architektonische Situationen durch Hinzufügen von neuem besser gelöst werden können, veranschaulichen sie in ihrer Machbarkeitsstudie "Plus". Auslöser dieser Studie für das französische Kulturministerium ist der Trend, Wohnhochhäusern aus den 70er Jahren abzureissen und durch Einfamilienhaussiedlungen zu ersetzen. Lacaton & Vassal zeigen, dass es möglich und sogar günstiger ist, die Wohnqualität dieser Hochhäuser durch Um-/Anbauten zu verbessern.